Februar 2017
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Pretzel Link


Ort: Koreanisches Kulturzentrum - Galerie damdam -

Vernissage
Donnerstag, 23. Februar 2017
19.00 Uhr

Ausstellungsdauer
23. Februar bis 25. März 2017

Koreanisches Kulturzentrum
Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea
- Galerie damdam -
Leipziger Platz 3
10117 Berlin

 

Pretzel-link

 

Zur Ausstellung

„Pretzel Link“ ist ein mathematischer Begriff und steht für die Verbindung unterschiedlicher Elemente. Zum Ende ihres einjährigen Residenzprogramms im Berliner Künstlerhaus Bethanien präsentieren die beiden koreanischen Künstler Han Seok Hyun und Song Sungjin ihre Arbeiten im Koreanischen Kulturzentrum. Mit ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung in der Galerie damdam verabschieden sie sich aus der deutschen Hauptstadt. Auf den ersten Blick mögen ihre Werke aufgrund ihres unterschiedlichen geografischen, gesellschaftlichen und kulturellen Hintergrunds wenig Gemeinsamkeiten haben. Deshalb werden die Arbeiten in verschiedenen Bereichen der Galerie gezeigt. Der individuelle Werkscharakter der beiden Künstler könnte auch Dissonanzen hervorrufen: Warum sollten ihre Arbeiten zusammen ausgestellt werden? Was ist ein Pretzel Link?

Han Seok Hyun fokussiert auf die artifizielle Natur unter Einbeziehung des Prozesses der Inosculation1, um natürliches Leben zu einem Hybrid zu verschmelzen – und verharrt zwischen dem Natürlichen und dem Artifiziellen, mit anderen Worten in einem naturartifiziellen Zustand. Song Sungjin dagegen erforscht die vergessenen und verborgenen Seiten der Urbanisierung. In dieser Ausstellung präsentiert er verschmolzene Landschaften an unterschiedlichen Orten, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten fotografiert wurden. Der Pretzel link fungiert hier als Möbiusband, das ähnliche, aber dennoch individuelle Topologien des Natürlichen und des Artifiziellen verschmilzt und zusammenbringt. Die Werke der beiden Künstler gehören zusammen. Friedrich Nietzsche sagte, dass unsichtbare Fäden die stärkste Verbindung seien. In dieser Ausstellung werden die BesucherInnen einen Faden zwischen den Werken dieser Künstler und damit eine unsichtbare Verbindung zu ihrer eigenen Umgebung und der naturartifiziellen Welt entdecken.

Zu den Künstlern

Han Seok Hyun strebt mit seinen Werken eine Fusion zwischen kreativer Konstruktion und ökologischer Praxis an. Seine Erkundungen zwischen Sozialwissenschaften, Kunst und Bioingenieurwesen münden in Kunstwerke, die eine kritische Reflexion von Natur und Umwelt bedeuten. Sein Interesse liegt in der Erweiterung des Konzepts der „artifiziellen Natur“, die sich in Formen wie urbanen Gärten und Hinterhöfen und der Entwicklung eigenständiger Kunstprojekte manifestiert.

Song Sungjin interessiert sich für das Habitat und den Lebensstil von Städtern, die in seiner Kunst durch umfassende Methoden wie Fotografie, Installation und Film Ausdruck finden. Er erfasst die Veränderungen im Erscheinungsbild alter Städte und das Alltagsleben der Bewohner urbaner Lebensräume. Auch hinterfragt er die strukturellen Probleme des Stadtlebens und bietet in Form von interaktiver Kunst Lösungen an.

 

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