Kultur

Literatur

Bei der koreanischen Kultur unterscheidet man zwischen klassischer und moderner Literatur. Die klassische Literatur entwickelte sich zunächst vor dem Hintergrund des traditionellen Volksglaubens der Koreaner; später wurde sie auch vom Taoismus, vom Konfuzianismus und vom Buddhismus beeinflusst. Während der Buddhismus während des Goryeo-Reiches den stärksten Einfluss auf die Literatur hatte, gewann der Konfuzianismus im nachfolgenden Joseon-Reich für sie an Bedeutung.

Repräsentative Dichtformen der klassischen Literatur waren die Hyangga-Dichtungen während der Silla-Zeit (57 v.Chr. - 935), die Goryeo-ga (Goryeo-Lieder) während der Goryeo-Zeit (918 – 1392) sowie die Sijo („aktuelle Melodie") und Gasa während der Joseon-Zeit (1392 – 1910). Zu den ersten klassischen Erzählungen gehören die „Geumoshinhwa“ (Erzählungen von Geumo) von Kim Si-seup in chinesischen Schriftzeichen und die „Honggildongjeon“ (Geschichten von Hong Gil-dong), geschrieben von Heo Gyun in der koreanischen Alphabetschrift Hangeul.

Die moderne Literatur entwickelte sich vor dem Hintergrund der zerfallenden feudalistischen Gesellschaft Ende des Joseon-Reiches und der Einführung neuer Ideen aus dem Westen. Nicht nur christliches Gedankengut, sondern auch verschiedene künstlerische und kulturelle Strömungen wurden aus dem Westen übernommen. Die chinesische Schrift, die während der Joseon-Zeit von der herrschenden Klasse benutzt wurde, verlor daraufhin nach und nach ihre soziokulturelle Funktion, und die koreanische Schrift Hangeul fand immer häufiger Anwendung. Dies führte schließlich zur Entwicklung einer koreanischen Sprach- und Literaturforschung und der zunehmenden Alphabetisierung der einfachen Bevölkerung. Als neue Gedichtformen der modernen Literatur Koreas wurden die Changga („Neue Liedform“) und die Sincheshi („Neue Dichtung“) gefeiert. In der Prosaliteratur entstanden Sinsoseol, Romane in Hangeul. Während der japanischen Kolonialzeit konnte sich die koreanische Literatur nicht frei entfalten, da die Meinungs- und Pressefreiheit abgeschafft wurde. Aufgrund der Teilung entwickelten sich nach 1945 in Süd- und Nordkorea eigenständige Formen der Literatur.

Die südkoreanische Literatur nach dem Koreakrieg konzentrierte sich auf die Darstellung des Traumas, das das koreanische Volk durch Koreakrieg und Teilung erlitten hatte sowie auf den Verfall des traditionellen Wertesystems. In den 1960er Jahren wurde die Literatur zu einem wichtigen Mittel des politischen Ausdrucks. In den 1970er Jahren wurden vor allem die negativen gesellschaftlichen Auswirkungen der Industrialisierung thematisiert. Seit den 1980er Jahren hat die Übersetzung koreanischer Literatur in andere Sprachen einen wesentlichen Beitrag zu deren internationalem Bekanntheitsgrad geleistet. Auch Anfang des 21. Jahrhunderts ist die nationale Teilung immer noch ein weit verbreitetes Thema, aber klassische Geschichten sind ebenfalls sehr populär. Generell ist die Literatur weniger politisch als in den Dekaden davor und fokussiert auf Identitätsfragen in einer sich rapide wandelnden Gesellschaft.

Malerei

Bereits in der Zeit der Drei Königreiche erreichte die koreanische Malerei ein hohes Niveau,
wie erhalten gebliebene Grabmalereien aus der damaligen Zeit belegen. Aus dem Vereinten Silla-Reich (668 – 935) ist nur eine kleine Anzahl Gemälde erhalten geblieben, darunter die gemalten Illustrationen von den Lehren der Avatamsaka-Sutra (Blumengirlanden-Sutra), die sich durch eine feine, sehr lebhafte Linienführung auszeichnen.

In der Goryeo-Zeit (918 – 1392) erlebte sowohl die dekorative Kunst als auch die buddhistische Malerei ihre Blütezeit. Aus der damaligen Zeit sind vornehmlich buddhistische Malereien erhalten geblieben, die auf das 13. und 14. Jahrhundert datiert werden können. Sie zeichnen sich durch elegante Posen, die Darstellung von Details wie feinen Faltenwürfen und hochwertige Farben aus.

Die größten Fortschritte erzielte die koreanische Malerei zur Joseon-Zeit (1392 - 1910), als ausgebildete Maler und Künstler zu ihrer Fortentwicklung beitrugen. Insbesondere die Blüte der Wirtschaft, die politische Stabilität und die ideologische Entwicklung des 18. Jahrhunderts sorgten dafür, dass sich ein einzigartiger koreanischer Malstil durchsetzen konnte; es entstanden Genre- und Landschaftsmalereien mit säkulären Themen. Jeong Seon (1676 - 1758) und Kim Hong-do (1745 – 1816) gelten als zwei führende Maler dieser Zeit. Inspiriert von der „Südschule“, einer chinesischen Schule der Malerei, portaitierte Jeong Seon die pittoresken Berglandschaften Koreas und schuf einen unverkennbaren koreanischen Stil. Heute finden die Gemälde von Kim Hong-do immer größeren Anklang aufgrund ihrer detailgetreuen Wiedergabe des Alltagslebens von Bauern, Künstlern und Händlern. Ende des Joseon-Reiches tauchten Maler ohne professionelle Ausbildung auf, die Werke der Volksmalerei mit bunten Farben und stark vereinfachten, stilisierten Mustern schufen.

Nachdem während der japanischen Kolonialzeit traditionelle Maltechniken durch westliche Techniken der Ölmalerei verdrängt wurden, nahm eine Reihe herausragender Künstler die Tradition der koreanischen Malerei nach Koreas Befreiung 1945 wieder auf. Gleichzeitig trugen viele koreanische Künstler, die eine Ausbildung in Europa und den USA erhalten hatten, zur Verbreitung der zeitgenössischen westlichen Kunst in Korea bei. In den späten 1960er Jahren fand ein Wandel in der koreanischen Malerei in Richtung geometrische Abstraktion statt. Eine andere Gruppe Künstler zeigte großes Interesse an Themen, die sich mit der natürlichen Einheit von Mensch und Natur befassen. Werke der 1980er Jahre thematisieren vor allem den Modernismus der 1970er Jahre. 1995 fand die erste Biennale in Gwangju, der Hauptstadt der Provinz Süd-Jeolla, statt. Eine der bekanntesten Ausstellungen war die Videokunst von Paik Nam June.

Musik

Musik und Tanz dienten in Korea ursprünglich der religiösen Verehrung. In der Zeit der Drei Königreiche wurden mehr als 30 Musikinstrumente gespielt, darunter die Hyeonhakgeum (schwarze Kranich-Zither) aus dem Goguryeo-Reich. Die zwölfsaitige Gayageum (Gaya-Zither), die während der Gaya-Zeit (42 – 562) populär war, wird heute noch in Korea gespielt.

Das Goryeo-Reich folgte in seinen frühen Jahren der musikalischen Tradition des Silla-Reiches, entwickelte jedoch später eigene Stilrichtungen. Im Goryeo-Reich gab es drei Arten von Musik: Dangak (Musik im Stil der chinesischen Tang-Dynastie), Hyangak (Dorfmusik) und Aak (Hofmusik). Teile der Goryeo-Musik wurden in die Joseon-Zeit hinübergerettet und kommen auch heute noch bei Zeremonien – insbesondere bei der Ahnenverehrung – zum Einsatz.

Während der Joseon-Zeit war die Musik ein wesentlicher Bestandteil von Ritualen und Zeremonien. Zu Beginn der Dynastie gründeten die Koreaner zwei Einrichtungen, die sich mit Musik beschäftigten und bemühten sich um die Zusammenstellung musikalischer

Aufzeichnungen. Auf Grund dieser Bemühungen wurde 1493 ein Verzeichnis der Musik, Akhakgebeom, erstellt. Es unterteilte die Musik, die bei Hofe spielt wurde, in drei Kategorien: zeremonielle Musik, chinesische Musik und heimische Lieder.

1893 hörten die Koreaner zum ersten Mal westliche Musik in Form einer christlichen Hymne, und ab 1904 wurde die westliche Musik in Schulen unterrichtet. Changga, eine neue Art von Liedern, die zu westlichen Melodien gesungen wurden, erfreuten sich im ganzen Land einer zunehmenden Popularität.

Nach der Befreiung Koreas 1945 wurde das erste westliche Orchester gegründet; heute gibt es in Seoul und den einzelnen Provinzen rund 50 große Orchester. Eine wachsende Zahl koreanischer Musiker tritt im In- und Ausland auf, und viele von ihnen wurden bereits bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Zu den bemerkenswerten koreanischen Künstlern zählen unter anderem die Geschwister Chung, die lange Zeit ein Trio bildeten: der Dirigent und Pianist Chung Myung-whun, die Cellistin Chung Myung-wha und die Violinistin Chung Kyung-wha. Eine der international bekanntesten koreanischen Sängerinnen ist Jo Sumi.

Film

1919 wurde der erste Film in Korea produziert, ein so genanntes Kino-Schauspiel, das gleichzeitig mit einer Bühnenaufführung gezeigt wurde, und 1923 entstand der erste Spielfilm.

Nach dem Ende des Koreakriegs 1953 wuchs die koreanische Filmindustrie allmählich an und war ein Jahrzehnt lang recht erfolgreich. In den kommenden zwei Jahrzehnten stagnierte sie jedoch vor allem aufgrund der raschen Verbreitung des Fernsehens.

Seit den frühen 1980er Jahren erlebte die Filmindustrie jedoch einen neuen Aufschwung, der sich ab den 1990er Jahren verstärkte. Verschiedene koreanische Filmregisseure erreichten internationale Bekanntheit - darunter Im Kwon-taek, Park Chan-wook, Bong Joon-ho, Kim Jee-won, Kim Ki-duk, Hong Sang-soo und andere – und diverse koreanische Filmemacher wurden bei internationalen Filmfestivals prämiert: Unter anderem Park Chan-wook, der zwischen 2001 und 2009 zahlreiche internationale Auszeichnungen für seine Filme „Joint Security Area“, „Sympathy for Lady Vengeance“ und „Old Boy“ erhielt, darunter den Großen Preis der Jury beim Filmfestival in Cannes 2004 für „Old Boy“. 2009 wurde Parks „Durst“ in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet. Kim Ki-duk erhielt 2004 für seinen Film „Samaria“ den Silbernen Bären bei der Berlinale und im gleichen Jahr Preise für „Bin-jip“ bei den Filmfestspielen von Venedig und auf der Semana Internacional de Cine de Valladolid. 2011 errang er mit seinem Dokumentarfilm „Arirang“ in der Nebensektion „Un Certain Regard“ der Filmfestspiele von Cannes den Hauptpreis. Der Altmeister Kim Kwon-taek wurde ab Anfang der 1980er Jahre bei diversen internationalen Filmfestivals mit Preisen bedacht. 2005 erhielt er dann bei der Berlinale den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk.

In Korea ist das Interesse am Film stark angestiegen, so dass zahlreiche eigene Filmfestivals gegründet wurden: das Internationale Filmfestival Busan, das Internationale Festival des Fantastischen Films in Bucheon, das Internationale Filmfestival in Jeonju und das Frauenfilmfestival in Seoul.

Hallyu

Der Begriff Hallyu (Koreanische Welle) bezeichnet die Popularität der koreanischen Unterhaltungskultur in Asien und anderen Teilen der Welt. Die Koreanische Welle entstand Mitte der 1990er Jahre, nachdem Korea 1992 diplomatische Beziehungen mit China aufgenommen hatte und koreanische Fernsehdramen und koreanische Popmusik in den chinesischsprachigen Gemeinden zunehmend beliebt wurden. Als 1997 eines der erfolgreichsten Fernsehdramen„What Is Love?" (,Was ist Liebe') von dem chinesischen Sender CCTV ausgestrahlt wurde, lag die Zuschauerquote bei 4,2 %, das heißt, dass mehr als 150 Millionen Chinesen den Film gesehen haben. 

Die Popularität koreanischer Pop-Musik, vor allem auch koreanischer Tanzmusik, nahm sprunghaft zu, nachdem sie 1997 in dem Radio-Programm „Musik aus Seoul“ in Peking ausgestrahlt wurde. Als dann im Februar 2000 die Boygroup H.O.T. ein Konzert in Peking gab, kannte die Begeisterung für die koreanische Pop-Kultur keine Grenzen mehr. 

In ihren damaligen Berichten verwendeten koreanische Journalisten den Begriff Hallyu (Koreanische Welle), um die Konzertatmosphäre zu beschreiben. Im November 1999 sprach die Zeitung Beijing Youth Daily von der Koreanischen Welle. Von dem Moment an war Hallyu für die Koreaner ein feststehender Begriff. Die Koreanische Welle kam 2003 auch in Japan an, als der japanische Sender NHK (die von KBS TV produzierte Serie „Winter Sonata“ ausstrahlte, die sofort ein Mega-Hit wurde. Der männliche Held dieses Fernsehfilms, YonSama, war in aller Munde. Die japanischen Zuschauer waren so begeistert, dass sie nach Korea reisten, um die Drehorte zu besuchen, so auch die Insel Namiseom in Korea. 

Die Koreanische Welle blieb nicht auf die Pop-Musik beschränkt, sondern erfasste auch die traditionelle koreanische Kultur, das Essen, die Literatur und die Sprache und begeisterte immer mehr Menschen auf der Welt für Korea. Jüngste Statistiken zeigen, dass Hallyu, die Koreanische Welle, seit Juli 2013 zur Gründung von 987 Interessengruppen mit neun Millionen Anhängern geführt hat. Es handelt sich dabei überwiegend um Fanclubs für koreanische Popmusik, aber in letzter Zeit gibt es auch viele neue Gruppen mit vielfältigeren Interessenschwerpunkten. 

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Psys „Gangnam Style“


Psys „Gangnam Style“ eroberte die Welt im Sturm mit dem Pferdetanz. Es war der erste K-PopTitel, der es 2012 auf die Liste der 40 Top-Titel der offiziellen Single-Charts im Vereinigten Königreich schaffte. Das Lied war auch sieben Wochen lang unter # 2 auf der Liste der 100 besten Songs. Das Foto zeigt Psy bei seinem Auftritt für seine koreanischen Fans in der Seoul City Hall in demselben Jahr.


K-pop 

Die koreanische Pop-Musik, K-Pop, zu der auch Pop-Tanz, PopBalladen, Techno-Rock, Rock, Hip-Hop und R&B gehören, wurde zunächst in Ostasien populär. Zur Jahrtausendwende erreichte die koreanische Pop-Musik Japan und wurde bald in ganz Ost- und Südostasien, vor allem bei Teenagern und jungen Erwachsenen beliebt. Heute hat K-Pop auch zahlreiche Anhänger in Lateinamerika, im Nordosten von Indien, in Nordafrika, im Mittleren Osten, in Osteuropa und unter Einwanderern in der westlichen Welt. 

In welchem Tempo K-Pop die Welt erobert, zeigt sich am besten an der Verbreitung von Psys Song Gangnam Style, der 2012, sofort nachdem er auf dem Markt kam, weltweit bekannt wurde. 

Es war der erste K-Pop-Song, der es auf Platz 1 der offiziellen englischen Hit-Liste für Singles schaffte. Er belegte Platz 2 auf der amerikanischen Hitliste Billboard’s Hot 100 und die ersten Plätzen der französischen, deutschen, italienischen, spanischen, russischen, kanadischen und australischen Hit-Listen. Das YouTube-Video des Songs haben mit bisher über zwei Milliarden Klicks mehr Menschen gesehen als je zuvor. 

Aber schon bevor „Gangnam Style“ so populär wurde, gab es Pop-Idol-Groups wie TVXQ, Super Junior, Big Bang, 2NE1,Beasts, Girls' Generation, 2PM und Wonder Girls, die den Pop-Markt in ganz Asien erobert hatten. TVXQ hat in der Zeit von 2006 bis 2012 insgesamt 65 Konzerte in Japan gegeben und damit ca. 700.000 Fans erreicht und 6,3 Millionen Alben verkauft. 

Ende 2009 war Wonder Girls die erste koreanische Gruppe, die es mit ihrem Song „Nobody“ in den US Billboard Hot 100 Chart schaffte. Der große Erfolg der K-Pop-Sänger ist zum großen Teil auf ihre außergewöhnlich guten Stimmen, ihre faszinierende Bühnenpräsenz und ihre bestens choreografierten, präzisen Tanzdarbietungen zurückzuführen. Sie wirken auf der Bühne charismatisch und gelassen, das ist aber nicht nur angeborenes Talent, sondern das Resultat langjähriger, harter Arbeit. 

Two leading K-Pop idol groups: Big Bang (above) and 2NE1 (below)

Zwei führende K-Pop IdolGruppen: Big Bang (oben) und 2NE1 (unten)


In letzter Zeit treten die koreanischen Pop-Gruppen gern zusammen mit anderen Gruppen auf, die von der gleichen Agentur betreut werden. 

Einer der erfolgreichsten Auftritte dieser Art fand im Juni 2011 statt, als die bei SM Entertainment unter Vertrag stehenden Künstler zusammen mit anderen im „Le Zenith“ in Paris auftraten und 7,000 Fans begeisterten. Dieser Auftritt gilt als wichtiger Moment im Hinblick auf die gebührende Anerkennung von K-Pop-Künstlern auf dem europäischen Markt. 

Im Jahr 2011 wurden in verschiedenen Städten in der Welt ähnliche Veranstaltungen organisiert darunter das K-Pop Festival im Tokioter Baseballstadion "Tokio Dome" im Juli, zu dem mehr als 45.000 Fans kamen. Die Band JYJ gab Konzerte in Spanien und Deutschland, und die Künstler von CUBE Entertainment traten in Großbritannien und Brasilien auf. 

Girls Generation gab ein Konzert im Madison Square Garden in New York, das so erfolgreich war, dass die New York Daily News auf der Titelseite mit einem großen Foto unter der Überschrift „Angriff der K-Pop Stars“ darüber berichtete. 

Im Februar 2012 fand im Palais Omnisports Bercy Stadium in Paris ein K-Pop-Festival statt, das 10.000 Besucher aus ganz Europa anlockte, die das Stadium bis auf den letzten Platz füllten. 

K-Pop fans in Spain

K-Pop-Fans in Spanien

Fernsehdramen 

Die beiden Fernsehfilme What is Love (MBC) und Winter Sonata (KBS) waren zunächst in China und Japan sehr erfolgreich, was dazu beigetragen hat, dass auch außerhalb Asiens immer mehr Menschen neugierig auf koreanische Fernsehdramen wurden. 

Nach diesen beiden so erfolgreichen Filmen kam die MBCFernsehserie „Juwel im Palast“ (Dae Jang Geum) auf den Markt, in der es um eine verwaiste Köchin ging, die als erste Frau Ärztin des Königs wurde. Die Serie,diezwischen 2003 und 2004 ausgestrahlt wurde, gehörte zu den am besten bewerteten Fernsehdramen in Korea. Sie lief in 87 Ländern der Welt, auch in islamischen Staaten wie Iran, wo sie 80% der Zuschauer erreichte.Das Publikum war fasziniert von der Darstellung des Lebens am Königshof, von den traditionellen Kostümen, von der Esskultur und den medizinischen Kenntnissen der damaligen Zeit. 

Der bemerkenswerte Erfolg , den diese koreanischen Fernsehdramen hatten, setzte sich mit Big Thing (SBS, 2010), Giant (SBS, 2010), Secret Garden (SBS 2011), Love Rain (KBS 2012) und That Winter, The Wind blows (SBS 2013) fort. Love Rain wurde für neun Milliarden KRW nach Japan verkauft, That Winter, the Wind Blows ging an verschiedene lokale Rundfunksender in den USA und in zehn asiatische Länder, darunter nach China und nach Japan. 

K-Dramas that have charmed overseas viewers: Big Thing (left) and Love Rain (right)

K-Dramen, die im Ausland begeistert haben: Big Thing (links) und Love Rain (rechts)